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Die Kinderradiologie stellt sich vor!




An dieser Stelle hat sich Dr. Gabriele Hahn, Kinderradiologin an der Uniklinik Dresden, den Fragen von Dr. Findig gestellt.


  1. Welche Erkrankungen und Patienten behandelt eine Kinderradiologin bzw. ein Kinderradiologe?

    Wir betreuen bildgebend kindliche Patienten mit allen Erkrankungen und allen klinischen Fachbereichen, die auch Kinder betreuen.

  2. Wie sieht der Arbeitsalltag einer Kinderradiologin bzw. eines Kinderradiologen in der Klinik aus?

    Wir beschäftigen uns mit allen bildgebenden Methoden, das heißt Röntgen, Ultraschall, Computertomografie, MRT. Die Bilder werden durch mittleres medizinisches Personal erstellt und dann durch den Kinderradiologen befundet und mit den klinischen Partnern besprochen bzw. in Konferenzen vorgestellt.

  3. Wie wird man eine Kinderradiologin bzw. ein Kinderradiologe?

    Diese Wege sind unterschiedlich. Viele haben früher zwei Facharztweiterbildungen durchlaufen, so wie ich den Facharzt für Kinderheilkunde und den Facharzt für Radiologie und dann die Schwerpunktbezeichnung Kinderradiologie erworben. Aber es ist auch möglich, nur den Facharzt für radiologische Diagnostik zu erwerben und dann die Schwerpunktweiterbildung in drei nachfolgenden Jahren.

  4. Kann man sich als Kinderradiologin bzw. Kinderradiologe später niederlassen?

    Man kann sich als Facharzt für radiologische Diagnostik niederlassen mit der Schwerpunktbezeichnung Kinderradiologie.

  5. Was fasziniert Sie so sehr an Ihrem Fachbereich?

    Es ist ein freundliches Fachgebiet, wenn man davon ausgeht, dass man nur mit Kindern zu tun hat. Auch wenn die Kinder schwer krank sein können, ist die Prognose vieler Erkrankungen doch nicht so schlecht. Selbst onkologische Kinder haben eine gute Prognose. Auch der Umgang ist sehr menschlich, sehr authentisch, sehr nah. Es ist sehr befriedigend, Kindern zu helfen.

  6. Welche Vorurteile bestehen gegenüber dem Beruf der Kinderradiologin bzw. des Kinderradiologen und was ist da dran?

    Das Vorurteil lautet: Kinder sind doch kleine Erwachsene, das kann doch jeder Allgemeinradiologe mit links machen. Dass daran aber vieljährige Erfahrung und Engagement hängen, wird manchmal vergessen.

  7. Wie unterstützen die Fachgesellschaften und der Berufsverband einen Berufsanfänger auf dem Weg zur Kinderradiologin bzw. zum Kinderradiologen?

    Die Gesellschaft für pädiatrische Radiologie (GPR) unterstützt ihre Interessenten, indem Stipendien vergeben oder Weiterbildungsstellen und Hospitationen vermittelt werden. Das Netzwerk der Kinderradiologen ist sehr eng gewoben und es kennen sich alle sehr gut im deutschsprachigen Raum. Wer da integriert ist, fühlt sich wohl.

  8. Wem würden Sie empfehlen eine Kinderradiologin bzw. ein Kinderradiologe zu werden?

    Ganz besonders den Ärzten, die sich für Kinder interessieren, die Spaß an der Bildgebung haben und die es auch lieben, eine Verknüpfung zwischen klinischem Wissen und Bildgebung zu haben. Denn das betrifft besonders diese Schwerpunktbezeichnung. Der Kontakt und das Wissen um den Patienten sind bei uns näher als bei den Erwachsenen.