Hier gibt Dr. Findig Insidertipps
für Dein Medizinstudium
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Deine erste Intensivstation

Du hast die Station und die Notaufnahme überlebt? Dann wartet jetzt die Intensivstation mit ganz neuen Herausforderungen auf Dich. Je nachdem, ob Du sie ganztägig betreust oder nur ab und zu im Dienst für sie zuständig bist, hier ist mehr denn je eine gute Teamarbeit gefragt. Erinnere Dich daher noch an die Tipps über die erste Station, damit Du auch hier einen guten ersten Eindruck hinterlässt, denn dafür gibt es keine zweite Chance.
Wahrscheinlich steht Dir ein erfahrener Kollege und ein Team von Intensiv-Pflegekräften zur Seite, die Dir gerne bei Deinen ersten Schritten helfen werden. Erkläre also offen Deinen Wissensstand, damit sich die Kollegen darauf einstellen können und wissen, wie sie Dir helfen können.

Auf der Intensivstation gibt es außerdem viele Neuerungen gegenüber der „peripheren“ Station, die Du Dir erklären lassen musst. Wie sehen die Patientenkurven aus und wie werden Anordnungen getroffen? Welche Beatmungsgeräte gibt es und wie werden sie eingestellt? Welche Messwerte zeigt der Monitor an und wie misst er diese? Welche Patienten betreust Du und welche ein Kollege aus einer anderen Fachabteilung? Und und und …

Intensivstation
Und ist alles auch richtig eingestellt?

Auch hier ist die Organisation sehr wichtig, damit insbesondere bei einem Notfall alle gut zusammen arbeiten.

Lass Dir also auch erklären, was beispielsweise bei einem Herzstillstand von wem gemacht wird. Vielleicht kann das ja mal im Team simuliert werden?

Intensivmedizinkurse - meine Empfehlung!

Auch ich stand am Anfang wie der Ochse vor den ganzen unbekannten Geräten, die den Patienten unterstützen, und war froh, dass ich ein paar erfahrene Pflegekräfte hatte, die mir alles erklärt haben und viel von ihrer Erfahrung weitergaben.
Doch schließlich bist Du der Arzt und trägst hier die Verantwortung und daher kann ich Dir nur empfehlen, was mir bei meinen Anfängen so gut geholfen hat. Und zwar war das einer dieser „Intensivmedizinkurse“, die es auch als Einführungskurse gibt.
Hier wird einem in ruhiger Atmosphäre, und nicht zwischen zwei Reanimationen, alles Notwendige erklärt, damit man zumindest die wichtigsten Grundzüge von Beatmung und Ernährung etc. verstanden hat.

Sehr wichtig ist meiner Meinung nach in diesem Zusammenhang auch das Verständnis für die Pathologie und die Therapie der SEPSIS bzw. des SIRS. Denn Du wirst merken, dass es fast keinen Patienten auf der Intensivstation gibt, der es nicht hat bzw. es bekommen könnte. Leider kann ich Dir dies hier nicht genauer erklären, empfehle Dir aber es entweder in der Literatur nachzulesen oder besser noch einen entsprechenden Kurs zu besuchen.
Eine kleine Auswahl findest Du in unserer Rubrik „empfohlene Kurse“. Wenn Du Glück hast, dann werden die Kosten für die Kurse auch von Deiner Klinik übernommen.

Empfohlene Kurse

Und wenn Du dann die Intensivstation „übernimmst“, lass Dir von Deinen Kollegen eine umfangreiche Übergabe zu Deinen Patienten machen, damit Du die Therapie Deiner Kollegen ohne Probleme fortsetzen kannst.

Nur Mut wünscht,

Dein Dr. Felix Findig