Das Stellenportal für Studenten
und Fachpersonal der Medizin.

Die bundesweite Suchmaschine mit
über 30.000 Weiterbildungsbefugten
und Kliniken aus allen Fachbereichen
der Medizin.

© 2008-2017 klinikfinder.de - Dr. Nils Kneißel und Daniel Vorhauer GbR

Quo vadis? Fragen an den Geschäftsführer!

Wie kamen Sie auf die Idee, klinikfinder.de zu gründen?

Dr. med. Nils Kneißel im Interview

Als Assistenzarzt habe ich selber erfahren müssen, dass viele offene Stellen in den Kliniken, in denen ich arbeitete, unbesetzt blieben, obwohl dort eine gute Ausbildung geboten wird. Gleichzeitig habe ich mir die Klagen vieler Freunde anhören dürfen, die mit Ihrer Stelle nicht zufrieden waren, weil sie vorher nicht ausreichend über die Arbeitsbedingungen informiert wurden. Das endete dann meistens darin, dass sie eine Stelle nach der anderen „ausprobierten“. Ein Kollege hat sogar während seiner 5-jährigen Ausbildung zehn Krankenhäuser „durchlebt“. Von den Kliniken, mit denen ich viel Glück hatte, war ihm noch nie etwas zu Ohren gekommen…

Tatsächlich kam mir die Idee zu klinikfinder.de aber erst auf dem Chirurgenkongress 2008. Ich konnte dort einen interessanten Beitrag eines Hauses der Grundversorgung hören. Der Chefarzt dort bot seinen Assistenzärzten wirklich viel. Das reichte von einem guten Ausbildungskonzept über geregelte Arbeitszeiten bis hin zu Zuschüssen für Fortbildungsveranstaltungen. Und obwohl sich seine Klinik im Einzugsbereich von drei Universitäten befand und nicht weit von einer bekannten Metropole entfernt lag, „verirrte“ sich kein Arzt oder Studienabgänger in seine Klinik. Die wenigen Bewerber wurden mangels Auswahl sofort eingestellt. Dieser Chefarzt brachte es auf den Punkt: „Ich führe gar keine Vorstellungsgespräche mehr, sondern nur noch Einstellungsgespräche!“

Da war mir klar, es muss eine Lösung her, wie man gute Ärzte und gute Kliniken zusammenführen kann.

Ich erinnerte mich dabei auch an meine eigenen Probleme bei der Stellensuche und wusste, wie mühsam es war in den unzähligen Stellenanzeigen die richtige herauszufinden. Damals hatte ich mich entschlossen, gar nicht erst in den Stellenmarkt zu schauen und habe mich einfach initiativ beworben. Das kam anscheinend so gut an, dass ich unter mehreren Angeboten wählen konnte.

Brauchen wir noch einen Stellenmarkt für Ärzte?

Ehrlich gesagt, NEIN!

Wir brauchen bestimmt keinen weiteren Stellenmarkt nach alter Bauart, aber was die Ärzte brauchen ist eine Suchmaschine, in der Sie nach ihren Wünschen entsprechend nach Kliniken für ihre Tätigkeit suchen können. Und das möglichst einfach…

Wer eine passende Stelle findet, der wird dort auch lange bleiben und gute Arbeit leisten. Davon bin ich überzeugt. Und da sind die Wünsche sehr unterschiedlich. Während der eine gerne viel Geld verdienen will und daher eine Klinik sucht, wo er möglichst viele Dienste machen kann, will der andere für seine Familie oder gewisse Hobbys eher mehr Freizeit und eine verlässliche Arbeitsplanung haben. Solche und ähnliche Informationen, die aber für die Stellenwahl entscheidend sind, bekommt man in den unzähligen Anzeigen nicht.

Und dann müssen wir den Kliniken Gelegenheit geben, sich entsprechend Ihren Stärken zu präsentieren. Und zwar dauerhaft, damit auch mal wieder eine Initiativbewerbung auf dem Tisch liegt und die Chefärzte auf diese Kandidaten zurück greifen können, sobald etwas frei wird. Das Beispiel vom Chirurgenkongress fand ich wirklich beeindruckend und ich bin überzeugt, dass man dies nur den Ärzten vor Augen führen muss. Dann werden sich die Bewerber von selbst wieder einfinden!

Was ist das Neue an klinikfinder.de?

Das Besondere und Neue für die deutschen Kliniken ist die Möglichkeit, sich dauerhaft den arbeitsuchenden Ärzten und ihrem Nachwuchs zu präsentieren.

Im Gegenzug bietet das Portal allen Ärzten und Medizinstudenten eine komfortable Suchmaschine, die einen umfassenden und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Überblick über die vorhandenen Arbeitsstellen in deutschen Kliniken darstellt. klinikfinder.de ist also vergleichbar mit einem Hybrid aus Branchenbuch und Stellenmarkt mit einem umfangreichen Informationsgehalt. Die multimedialen Möglichkeiten, die das Internet bietet, werden dabei in vollem Umfang genutzt. Dieser Service wird derzeit in dieser Form nicht angeboten und unterscheidet klinikfinder.de von den sonst üblichen Stellenmärkten im Internet oder den Printmedien. Dabei erhalten die Nutzer neben den üblichen Basisdaten beispielsweise Antworten auf die Fragen:

  • Existiert ein Weiterbildungsplan? – Wie sieht dieser aus?
  • Welches Arbeitsmodell bietet die Klinik?
    (Schichtdienst, Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft, etc.)
  • Wie viele Nacht- und Wochenenddienste müssen pro Monat geleistet werden?
  • Nimmt die Klinik an der Notarztdienstversorgung teil?
  • Ist eine Teilzeittätigkeit möglich?
  • Gibt es angeschlossene Kinderbetreuung?
  • Gibt es außertarifliche Leistungen?
    (zusätzliche Weiterbildungstage, Tarifzulagen, Pool-Beteiligung, etc.)
  • Welcher Stellenschlüssel existiert?
    (Chefarzt-, Oberarzt- und Assistenzarztanzahl)
  • Sind aktuell oder in Zukunft Stellen neu zu besetzen?
  • Kann das „praktische Jahr“ in der Klinik absolviert werden?
  • Ist eine Onlinebewerbung erwünscht?
    (Homepage, E-Mail-Adresse, etc.)
  • Welche Wohn-, Freizeit- und Kulturangebote existieren am Standort oder in der Umgebung?

Wie helfen Sie den Kliniken?

Dr. med. Nils Kneißel im Interview

Die Kliniken in Deutschland sind oft in der Kritik. Die Arbeitsbedingungen seien schlecht. Ausbildung fände gar nicht mehr statt. Und geachtet würde man als Mitarbeiter dort sowieso nicht.

Hier muss ich aus meiner Erfahrung heraus klar widersprechen. Sicherlich gibt es immer ein paar „schwarze Schafe“, aber die werden die Zeit des Ärztemangels so nicht überleben. Leider bringen Sie aber die ganze Branche in Verruf und dies führt zu einer Flucht der jungen Ärzte in alternative Berufsfelder oder ins Ausland. Auch hier setzen wir an.

Die Kliniken haben in den letzten Jahren viel für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen getan und werden es noch weiter tun. Das habe ich selber erlebt. Gerade diesen Kliniken bieten wir eine Plattform, um für Ihre Bemühungen auch mit einer Erhöhung ihrer Bewerberzahlen belohnt zu werden.

Mit der Umgebungssuche werden außerdem auch die Kliniken „findbar“, die sich häufig im ländlichen Raum oder in Kleinstädten, aber in erreichbarer Nähe zu einer interessanten Stadt befinden, auch wenn diese Orte den Ärzten bislang gar nicht bekannt waren.

Außerdem fördern wir im Gegensatz zu anderen Stellenmärkten, durch die Dauerpräsenz der Kliniken auf unserer Plattform, wieder die Möglichkeit, dass sich Ärzte auch initiativ bewerben, weil ihnen die dargestellten Arbeitsbedingungen positiv erscheinen.

Mit unserer Stellenanzeigen-Flatrate, die für Premiummitglieder inklusive ist, können die Kliniken außerdem tagesaktuell frei gewordene Stellen auch weit im Voraus anzeigen und ebenso schnell aktualisieren. Alles ohne sich über zusätzliche Kosten zu ärgern...

Wie helfen Sie den Ärzten und Studenten?

Es gibt zwar viele Stellenmärkte und die Auswahl an geeigneten freien Arbeits- und Praktiukmsplätzen wächst von Tag zu Tag, doch darin liegt auch das Problem.

In der Fülle an Anzeigen die Klinik zu finden, die den individuellen Wünschen der Ärzte und Studenten entspricht, gleicht der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Sucht man beispielsweise nach einer Halbtagsstelle in der Gynäkologie in der Nähe seiner Traumstadt, dann kann man dies bei klinikfinder.de erstmals auch finden. Und das sind nur drei von vielen Suchfunktionen, die die Ärzte und Studenten bei uns nutzen können.

Da hilft von Anfang an unsere Umgebungssuche, die ich auch schon lange vermisst habe, weil ich in Erdkunde nicht gerade eine Leuchte war.

Außerdem weiß man als Assistenzarzt schon mehrere Monate im Voraus, dass man seine Arbeitsstelle zur Fortführung der Weiterbildung zum Facharzt wechseln muss. In den Stellenmärkten findet man aber fast ausnahmslos nur Stellen, die „zu sofort“ zu besetzen sind. Bei klinikfinder.de findet man daher auch Stellen, die erst in ein paar Monaten zu besetzen sind, weil eine Klinik von dem Ausscheiden eines Arztes weiß. Wenn man auch das hier nicht findet, dann kann man sich aber auf alle Fälle eingehend über viele Weiterbilder und Kliniken informieren und sich dann dort initiativ bewerben. Häufig ergibt sich dann trotzdem die Möglichkeit nahtlos in seine Wunschklinik zu wechseln.

Doch Sie wollen auch gerade den Berufsanfängern helfen, richtig?

Genau! Der Beruf des Arztes in einer der schönsten Berufe, die es gibt! Doch zwischen romantischen Vorstellungen, dem Wissen, das im Studium vermittelt wird, und der Realität gibt es große Unterschiede und einige Fetttnäpfchen, in die man beim Berufsstart tappen kann. Da spreche ich aus eigener Erfahrung. Hinzu kommt heutzutage die leider notwendige Dokumentation, die Kodierung der Diagnosen und der Zeitdruck. Unter diesen Bedingungen wird dann natürlich noch eine fehlerfreie Arbeit verlangt, auch wenn die Einarbeitung aus den selben Gründen häufig zu kurz kommt.

Ich kann mich noch an meinen Berufsstart erinnern. Von einer netten Kollegin wurde mir meine neue Station mit folgenden Worten übergeben: „Also das ist Deine Station. Keine Sorge, Du bist hier nicht alleine. Kollege X hilft Dir hier, doch heute ist er im Frei-nach-Dienst. Ach und ab morgen für zwei Wochen im Urlaub. Wenn Du Fragen hast, dann wende Dich einfach an mich, ich gehe jetzt aber in den OP. Wird wahrscheinlich den ganzen Tag dauern. Whipple – Du verstehst?“ Doch bevor ich etwas fragen konnte, klopfte mir eine Schwester auf die Schulter: „Sie sind also der neue Dr. – Willkommen! Frau Müller, Herr Meier und Herr Schmidt warten schon auf Ihre Entlassungsbriefe. Der Kollege X hat das gestern nicht mehr geschafft. War wohl ein harter Dienst!“

So begann mein erster Tag dort wirklich! Kaum zu glauben, aber wie heißt es so schön – Das kalte Wasser lauert überall!

Und um den Berufsanfängern und Studenten das Wasser etwas anzuwärmen, haben wir in der Rubrik „Tipps von Dr. Findig“ viele wertvolle Infos zusammen gestellt, die einem das Studium nicht vermittelt. So ist Dr. Findig quasi der erfahrene Kollege, den man häufig vermisst.